Aus meiner Werkstatt
- ein Ort an dem Gedanken Form finden, Worte klingen, Bilder Gestalt annehmen und kleine Schätze sichtbar werden.
Gedankenwerkstatt -
Du bist Frühling für mich
Seit du da bist
Seifenblasenwände
Abschied und Bahnhöfe
Wann werde ich endlich erwachsen?
Okay
Welcome to the other side
Muss das "Sein oder nicht sein" oder:
Ophelia -ein poetisches Manifest
Das blaue Gedicht
Ich schaute mir Blau einst gerne an.
Blau war der tiefe Ozean,
War Stille, Ruhe, Gelassenheit.
Blau war der Himmel – wunderweit.
War Klarheit, Logik und Mathematik,
Das Sultan-Ahmet-Moschee-Mosaik.
Ja, Blau gibt es sogar in der Musik
-1-
Was liebte ich Königsblau, Ultramarin,
Bei Blau schaute ich einfach gerne hin.
Die Kühle der Lüfte, der Berggipfel blau,
Blaumeise, Libelle, Morpho und Pfau,
Enzian, Kornblume und Vergissmeinnicht,
Die Augen in meiner Tochter Gesicht,
Wie sie so schön strahlen im Sonnenlicht.
-2-
Doch Blau ist nun anders, seit es euch gibt,
Da ihr Menschlichkeit einfach beiseite schiebt.
Dabei wart ihr immer da, wart nie wirklich weg,
Erhebt euch nun politisch, habt ein Comeback.
Ward getarnt in Braun, nur schlechter zu sehen.
Nun schmückt ihr mit Blau eure kruden Ideen.
Wieso das Erfolg hat, ist schwer zu versteh’n.
-3-
Ihr habt dem Blau die Bedeutung geraubt.
Ich frage mich, wieso man Polemik euch glaubt.
Ihr erzählt Märchen, lügt das Blaue vom Himmel,
Eure Worte sind Sporen, sie riechen nach Schimmel.
Ich bin nicht gut mit Zahlen, bin kein Rechengenie,
Doch wär Politik Mathe, hättet ihr Dyskalkulie.
Denn ihr begreift Menschlichkeit als Anomalie.
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Der Bundestag wird mit euch zur Kammer des Schreckens,
Mit der geistigen Tiefe eines Babyplanschbeckens.
Eure hasserfüllten Reden sind wirklich der Gipfel,
Ihr schimpft übers Gendern und kämpft um Wurstzipfel.
Auf komplexe Probleme ruft ihr nur: „Ausreise!“
Für mich habt ihr wirklich einfach ’ne Meise.
Und falls es nicht deutlich wird: Ich find euch Scheiße.
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Euer Blau tut ganz harmlos, nennt sich Nationalstolz,
Und auf das Feuer des Hasses packt ihr weiter Zündholz.
Ruhig und gelassen sollten wir nicht mehr sein,
Sonst schließt uns tatsächlich das Feuer noch ein.
Ihr wollt das Alte, meint, es hätt’ sich bewährt:
Ausländer raus, Frauen zurück an den Herd.
Findet ihr daran denn gar nichts verkehrt?
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Euer Blau sagt, es stünde für deutsche Tradition,
Statt Regenbogenbunt wollt ihr monochrom,
Wollt deutsches Volksgut und deutsches Know-how,
Eure Sprüche zeugen von Gedankenklau.
Apropos Diebstahl, das nennt ihr frech Erbe
Und schlagt damit weiter nur tief in die Kerbe.
Menschenverachtung macht ihr zum Gewerbe.
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Euer Blau macht mich wütend und traurig zugleich.
Nein! Ich werde nicht blue sein, ich werde nicht weich.
Die Lage der Welt, sie macht mir große Sorgen,
Doch ihr seid nicht Hoffnung auf ein besseres Morgen.
Ich weiß, auch Menschen mit Nöten setzen auf Blau,
Doch seid ihr an der Macht, dann heißt’s: „Okay, danke, ciao.“
Ich will nicht mal trinken, sonst wär ich ja blau.
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Und wenn ich mich umseh’, denk ich: Blau färbt ab,
denn braun-blaue Sprüche hör ich nicht zu knapp.
Ich will auch aufstehen, will Haltung zeigen.
Ihr wollt Menschen schaden. Nein, ich werde nicht schweigen!
Ich erkenne jetzt deutlich und sage es laut:
Ich habe ein bisschen Gänsehaut …
IHR habt mir das Blau versaut!
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Klangwerkstatt -
Spaziergang am Meer
„Spaziergang am Meer“ ist ein von mir komponiertes Klavierstück. Es orientiert sich am Rhythmus des Meeres: mal ruhig und fast gleichmäßig, dann wieder kraftvoll und unausweichlich, wie wenn der Wellengang den Sand mit sich nimmt. Eine kleine musikalische Reise zwischen dem Wellenrythmus des Ozeans.
Ophelia - ein Song
Hass aus Leidenschaft - über Hassnachrichten in den sozialen Medien
Bilderwerkstatt
Wertewerkstatt -
Was mir wichtig ist:
Theaterpädagogik bedeutet für mich, mit dem zu arbeiten, was da ist - mit den Ideen, den Talenten, den Fragen und auch den Unsicherheiten der Menschen. Daraus entsteht Neues, oft Überraschendes. Auf der Bühne gibt es kein Richtig und kein Falsch, nur viele Wege, die man gehen kann. So wird Theater zu einem Raum, in dem jede*r mit den eigenen Stärken willkommen ist, spielerisch Grenzen überschreiten und dabei neue Seiten an sich entdecken darf.
Vom Spiel ins Leben
Improvisation ist ein Herzstück meiner theaterpädagogischen Arbeit. Sie entsteht im Miteinander, aus dem spontanen Reagieren und gemeinsamen Gestalten im Augenblick. Bestimmte "Spielregeln" geben dabei Halt und öffnen zugleich Räume für Kreativität und Überraschung.
Das Faszinierende daran: Diese Regeln wirken nicht nur im Spiel, sondern auch im Leben.
Was wir im Improvisieren spielerisch einüben - Offenheit, Mut und Freude am Unvorhersehbaren - kann uns auch im Alltag begleiten und bereichern.
Die Improvisationsregeln fürs Leben
- Sei positiv! Sag Ja und nimm Angebote an.
Ein „Ja“ öffnet Türen – im Spiel wie im Leben. Wenn wir Angebote annehmen, statt sie abzuwehren, entstehen Begegnungen, Geschichten und Möglichkeiten, die wir uns alleine nie hätten ausdenken können.
- Sei offen! Sag Ja, und...! Mache Angebote.
Es reicht nicht, nur mitzumachen – wir dürfen auch eigene Impulse schenken. Wer sich zeigt, bereichert das Ganze und trägt dazu bei, dass Neues Gestalt annimmt.
- Sei spontan! Nimm dir nichts vor. Sei nicht originell oder clever. Vertrau Deinen Impulsen.
Damit ein gemeinsames Spiel wachsen kann, müssen wir manchmal eigene Ideen loslassen. Wenn wir den anderen Raum geben und sie stark machen, entsteht ein Miteinander, das größer ist als jede Einzelidee.
- Sei selbstlos! Lass die anderen strahlen. Lass Deine Ideen los.
Damit Gemeinsames entstehen kann, müssen wir beim Improvisieren die anderen gut aussehen lassen. Das bedeutet auch, eigene Ideen gehen zu lassen - dem gemeinsamen Spiel zu Liebe. Wenn alle diese Haltung teilen, entsteht ein Miteinander, das stärker ist als jede Einzelidee - auf der Bühne wie im Leben.
- Sei aufmerksam! Hör zu und sieh hin.
Zuhören, Hinsehen, im Moment sein – nur so nehmen wir wahr, was wirklich geschieht. Wer aufmerksam ist, erkennt die kleinen Signale und kann darauf eingehen. So wird aus vielen Stimmen ein gemeinsamer Klang.
- Sei unvollkommen! Erlaube Dir Fehler und feiere sie.
Perfektion lähmt, Angst blockiert. Doch Fehler sind Türen zu neuen Möglichkeiten. Wenn wir uns erlauben, unvollkommen zu sein, entstehen Freiheit, Mut und überraschende Entdeckungen.
- Sei da! Genieße den Moment.
Improvisation lebt vom Augenblick. Wer ganz gegenwärtig ist, entdeckt die Kraft des Jetzt – ohne Eile, ohne Plan, einfach im Erleben.
- Sei mutig! Lass Veränderungen geschehen.
Improvisation bedeutet, loszulassen, dass etwas so bleibt, wie es ist. Veränderung ist nicht Bedrohung, sondern Bewegung. Wer sie zulässt, erlebt, wie sich Neues entfalten kann.
- Sei verspielt! Spiele und hab Spaß.
Spielen heißt, das Leben nicht nur ernst zu nehmen, sondern es auch mit Freude zu füllen. Auf der Bühne dürfen wir lachen, ausprobieren, uns verlieren – und diese Freude kann uns auch im Alltag begleiten.
In dieser Werkstatt wird noch gewerkelt.
Auf dieser Seite werden noch allerlei besondere, handgemachte Arbeiten eingestellt. Wunderbare Wortfindungen, klingende Töne und farbenfrohe Fantasien halten hier bald Einzug. Ein Wiederkommen lohnt sich.
Machen wir Theater!
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